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Project 93
FRG-09-09-018

Dornier

Projekt - P 93

FRG-09-08-118_k

Anhand dem Vergleich der Patentzeichnung und der Zeichnungen P192-10  kann man davon  ausgehen ,      dass das Patent DE 707729 das Dornier Flugboot-Projekt 93 in seinem frühesten Stadium zeigt . Leider sind hierzu jedoch keine Fakten mehr erhalten geblieben - es bleibt also eine Spekulation .

Dennoch - Dr.-Ing. Claude Dornier setzte auch mit diesem Patent neue Maßstäbe ! Er entwickelte diese Wülste für Flugboote wo andere Firmen entweder das alte System der Schwimmer-Flugzeuge nutzen , bzw. an Flugboote experimentierten , die aufgrund ihrer Instabilität zusätzliche seitliche Stützschwimmer benötigten. 

Dr.-Ing. Claude Dornier ging 1938 sogar noch einen schritt weiter . Am 19.November 1938 ließ er eine weitere Idee zu seinen Flugzeugwülsten beim Patentamt eintragen : Das Patent für einen Rumpf für Flugboote mit seitwärts und abwärts verschiebbaren Schwimmkörpereinheiten. Dieses Patent wurde am 24.Oktober 1940 bekannt gemacht und am 23. November 1940 in der Patentschrift DE 699 161 ( Klasse 62b Gruppe 43 04 , D79278 XI / 62b ) ausgegeben.

Pat. DE 699161

Mit diesem System würden mehrere positive Faktoren zum Start bzw. der Landung erreicht werden :

  • Dadurch , dass sich die Wülste seitlich - nach unten verschieben , erhöht sich die Freifläche zwischen der Wasseroberfläche und den Luftschrauben. Eine Kollission der Luftschrauben - und deren Folgen - mit der Wasseroberfläche wäre also umso unwahrscheinlicher.
  • Durch die seitliche Verschiebung der Wülste wir die Stabilität des Flugbootes erhöht , da eine breitere Fläche an der Wasseroberfläche zur Verfügung steht.
  • Durch die seitliche Verschiebung der Wülste entsteht ferner in der Mitte eine Freifläche , die - wie es heute bei den Katamarans üblich - ein zusätzliches Luftpolster bildet , und das Flugschiff aus dem Wasser hebt.

Nach der vorliegenden Patentzeichnung könnte das Patent für die Do 26 geplant gewesen sein - sie hat die selbe Frontansicht mit ihren Motorgondeln und V-Förmigen Ansatz der Tragfläche - jedoch keine Wulst. Ob dieses Patent überhaupt ( bei welchen Flugbooten auch immer ) umgesetzt wurde , ist leider nicht bekannt.

Zurück zum Projekt P 93.

Das Projekt P 93 hatte ein geplantes Abfluggewicht von 100 to , konnte 36 Passagiere aufnehmen und hatte bei einer Reisegeschwindigkeit von 400 km / h ein Flugradius von ca. 6´000 km. Es konnte also die Strecke Lissabon - New York Nonstop zurück legen.

Eine zweite Version der P 93 für den Einsatz für Kurzstrecken sollte (ohne Schlafkabinen) ca. 100 Personen Platz bieten.

Wieviele Versionen es zu dem Projekt P 93 gab ist heute leider nicht mehr bekannt. Jedoch weiß heute  Jeder der sich für Technik interessiert, dass es ein langer Weg vom ersten Gedanken bis zum fertigen Plan ist. Leider sind sowohl zum Projekt 93 als auch zum Nachfolgeprojekt P192 / Do 214 fast keine Unterlagen erhalten geblieben.

Uns liegen heute nur noch zwei Versionen vor :

P 93 - 10 die bereits Oben dargestellte Außenansicht

P 93 - 11 als Flugboot für 36 Passagiere mit 18 Kabinen

Um die Eigenarten der neuen Wülste zu testen , wurde ein verkleinertes Modell - die Gö 8 - für Versuche auf dem Wasser und in der Luft gebaut .

Daten wurden uns bereitgestellt  von :

© 2009 EADS Corporate Heritage

zum Dornier Museum

MFO - FRG 09 / 08 - 122

C 2009 09 25 MFO

 

 

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